Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Thüringen e.V.
LAG - Werkstatträtetagung 2012 Drucken E-Mail

10.000 behinderte Menschen aktiv vertreten

Werkstatträte formulieren klare Bitte: Wir wollen vernetzt arbeiten – helft uns dabei!

Saalfeld. Ich bin seit 1996 Mitglied im Werkstattrat. Wir bemühen uns die Beschäftigten gut zu vertreten. Erst jetzt kommt Bewegung in die Sache. Noch nie hatten wir die Möglichkeit uns mit anderen Werkstatträten auszutauschen“, sagt Udo Dahlmann von den Nordthüringer Werkstätten gGmbH in Nordhausen. Er war einer der 65 Werkstatträte, die sich am Mittwoch (28. März) in Saalfeld getroffen haben.

Damit kamen die Beschäftigtenvertreter der 33 Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus ganz Thüringen zusammen. Also die Lobbyisten für etwa 10.000 Menschen mit Behinderung.

Dahlmann wertet die Veranstaltung als Durchbruch: „Die Leute müssen sich kennen und vertrauen, um aktiv zu werden. Bei uns geht es um Fragen, wie die Qualität des Essens, um das Verhältnis zum Gruppenleiter, die Pausengestaltung, die Einrichtung des Arbeitsplatzes, Arbeitskleidung und mehr. Eben um das, was andere Betriebe auch im Betriebsrat klären.“

Erreicht werden soll die Verbesserung der Mitsprache innerhalb der Werkstatt, in der Region, im Land und auf Bundesebene. Um dies zu schaffen, benötigten die Werkstatträte die Unterstützung der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im Freistaat Thüringen e.V. (LAG). Diese wurde nach den Workshops von dem Werkstatträten gebeten: Wir wollen vernetzt arbeiten – helft uns dabei!

„Wir tun das, wir möchten den Menschen den Austausch ermöglichen, um noch besser auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen zu können. Besonders Menschen mit Behinderung sind sensibler, sie benötigen individuelle Lösungen und Ansprechpartner“, sagt Bettina Schmidt. Sie ist die Vorsitzende des Geschäftsbereiches Eingliederungshilfe der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH und im LAG-Vorstand unter anderem für den Bereich Werkstatträte zuständig.

Besonders froh ist Sie, dass zum ersten Mal eine klare Aussage vom Ministerium kam. „Wir wollen mit euch, nicht über euch hinweg entscheiden“, so die Botschaft von Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. In gut verständlichen Worten erklärte er den Werkstatträten die Integrierte Teilhabeplanung (ITP) und machte deutlich, dass Sozial- und Wirtschaftsministerium an der Umsetzung gemeinsam arbeiten.

Die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH war Gastgeber dieses Treffens. Die Veranstaltung hat auf Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im Freistaat Thüringen e.V. (LAG) stattgefunden.

Text und Bilder: Sandra Smailes  (Stabsstelle Öffentlichtlichkeitsarbeit der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH)

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Fachtag für Fachkräfte im Förderbereich Drucken E-Mail

Am Mittwoch, den 21.03.2012 fand in der WfbM Egendorf des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda der 1. Fachtag für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Förderbereich statt. Die Veranstaltung stand unter dem Thema „Der Übergang aus einer Fördereinrichtung in die WfbM oder von der WfbM in eine Fördereinrichtung- leichte Übung oder Problemfall?“. 43 Kolleginnen und Kollegen aus 24 Thüringer Werkstätten suchten dazu den Austausch. Als Gastreferentin konnte Frau Kati Ziem gewonnen werden. Sie arbeitet als freiberufliche Supervisorin und Dozentin in Schwerin.

 

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LAG-Herbsttagung 2011 Drucken E-Mail

LAG-Mitgliedschaft:

Integrierte Teilhabeplanung in dieser Form noch nicht umsetzbar

Zeulenroda. In angenehmem Umfeld, nämlich im erneut ausgezeichneten Bio-Seehotel Zeulenroda, aber mit ernsthaften Zukunftsfragen beschäftigte sich die Landesarbeits-gemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im Freistaat Thüringen e.V. (LAG) am Donnerstag und Freitag.

Zur jährlichen Mitgliederversammlung waren rund 60 Vertreter der Thüringer Werkstätten für behinderte Menschen zusammengekommen. Vertreten waren damit Führungskräfte aller großen Einrichtungen. Das Wohl jedes Einzelnen und die Teilhabe an der Gesellschaft für behinderte Frauen und Männer stehen dabei im Mittelpunkt. Die Werkstätten sind Kompetenzträger und Vorreiter in der Umsetzung des Inklusionsgedankens.

Zwei große Themen bestimmten die Zusammenkunft. Das „Arbeitnehmerähnliche Rechtsverhältnis“ bezieht sich auf Fragestellungen zur Rechtsstellung der Werkstattmitarbeiter, der Mehrarbeit bzw. verkürzter Arbeitszeiten und der Gestaltung von Werkstattverträgen. Dieses Thema wurde von der Dresdner Rechtsanwältin Reingard Bruns beleuchtet und brachte den Teilnehmern zahlreiche neue Blickwickel.

Wichtige Impulse aus der Bundesarbeitsgemeinschaft wurden aufgenommen. Diese kamen von Janina Bessenich aus Frankfurt / Main. Sie informierte über das Positionspapier „Maßarbeit“ des BAG-Vorstandes, in dem die Weiterentwicklung der Werkstätten und ihrer Träger verankert ist. Darüber hinaus gab sie Einblicke in die Umsetzung der Ziele der UN-Konvention sowie in die Europäische Beschäftigungsstrategie für Menschen mit Behinderungen.

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Schwerpunkt des zweiten Tages bildete das Thema „Integrierte Teilhabeplanung“ (kurz ITP), der in Thüringen zur Zeit in verschiedenen Modellregionen erprobt wird. Mit diesem Instrument soll der Hilfebedarf jedes einzelnen Menschen mit Behinderung erneut beurteilt werden. Vertreter Thüringer Werkstätten berichteten über erste Erfahrungen mit dem integrierten Teilhabeplan. Nach weiteren Informationen befreundeter Werkstätten aus dem Bundesland Hessen entstand eine kontroverse Diskussion zu diesem Thema.  Der LAG-Vorstand Thüringen bekam aus der Mitgliedschaft den Auftrag, den Prozess der ITP-Umsetzung zusammen mit allen Akteuren in Thüringen nochmals zu beraten und die Besonderheit für die Werkstätten deutlich zu machen und in vollem Umfang zu berücksichtigen.

Es ist nun Ziel des LAG-Vorstandes, eng mit den Kostenträgern, wie Ministerien und Fachgruppen zusammen zu arbeiten, um gemeinsam zu einer zukunftsfähigen Lösung zu kommen. Die LAG-Mitglieder trugen mit ihrem konstruktiven Ideenaustausch an diesen zwei Tagen zu einer gelungenen Veranstaltung bei – an dieser Stelle herzlichen Dank allen Anwesenden.


 
Tanzfestival in Eisfeld Drucken E-Mail

Unbändige Freude am Tanz

Die Wefa Eisfeld war zum dritten Mal in Folge guter Gastgeber des Tanzfestivals "Step byStep". Acht Gruppen aus Thüringen und Franken schwangen das Tanzbein.

Eisfeld - Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit haben sie am Freitag hart gearbeitet, die da nach Eisfeld gekommen waren. Und es werden immer mehr. Waren es beim ersten Treffen in Erfurt etwa 40 Teilnehmer aus angepassten Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung, waren es vor vier Jahren, als Eisfeld zum ersten Mal Gastgeber war, bereits 80 Tänzerinnen und Tänzer. Vor zwei Jahren waren 90 nach Eisfeld gekommen. Am vergangenen Wochenende, als Eisfeld zum dritten Mal in Folge Gastgeber war, hatten schon 120 Tanzwillige die Einladung angenommen. Acht Tanzgruppen, vier aus Thüringen und vier aus Bayern, wollten sich für ihr Hobby neue Anregungen holen. So die Mitglieder der "Wefafunken" von der Wefa Eisfeld und Hildburghausen, die "Wefasterne" aus Sonneberg, die Tanzgruppe der "Rennsteig Werkstätten" Neuhaus und die Tanzgruppe der "Nordthüringer Lebenshilfe" aus Nordhausen. Die Gäste aus dem Freistaat Bayern waren die "Ahornswingers" von der Wefa Ahorn sowie die Tanzgruppen der Wefa Wildenheid, Kronach und Seßlach.

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In vier Workshops haben sie sich unterschiedlichen Tänzen gewidmet, haben mit Tanzlehrern gearbeitet. Da war der Workshop I, der sich unter Leitung von Ilse und Peter Schachtschabel dem Standard- und Lateinamerikanischen Tanz widmete. Gudrun Mundt erarbeitete mit den Tanzwilligen den Line Dance, bei Andrea und Thomas Scholz stand der Volks- und Trachtentanz auf dem Programm. Sehr beliebt auch der Unterricht im Workshop IV bei Katja Grabein, die sich um den Modern Dance kümmerte. Für all diese Kurse hatte die Staatliche Regelschule Anne Frank dankenswerter Weise die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

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Nach intensivem Unterricht am Freitagnachmittag durfte dann am Abend in der Lobensteinhalle, der jetzigen Aula der Regelschule, ganz nach eigenem Ermessen - ohne die strenge Anleitung der Tanzlehrer - getanzt werden. Was den Musikern besonderen Spaß machte: gleich nach den ersten gespielten Takten war dieTanzfläche restlos gefüllt. Lampenfieber oder Hemmungen sind bei den Mitarbeitern der angepassten Werkstätten weitgehend unbekannt. Die Freude am Tanzen ist anderswo wohl kaum so direkt zu erleben.

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Am Samstagnachmittag waren dann auch Besucher und Gäste in die Lobensteinhalle eingeladen worden. Fast drei Stunden zeigten die acht Tanzgruppen, was sie sich in den Workshops erarbeitet hatten. Zuvor hatte das Tanzpaar Sommer vom Tanzklub Rennsteigperle Masserberg Proben aus dem Turniertanz gezeigt, was ebenso mit Beifallsstürmen bedacht wurde wie die Darbietung der Rock'n Roll Mädels vom Gymnasium Schleusingen. Am gesamten Nachmittag war die Freude am Tanz unverkennbar, wovon sich nicht nur Vertreter des Landkreises und Eisfelds Bürgermeisterin überzeugten. Landrat Thomas Müller, der wieder die Schirmherrschaft übernommen hatte, konnte diesmal selbst nicht teilnehmen, doch er hätte seine helle Freude an dieser Veranstaltung gehabt. So besteht kein Zweifel daran, dass es auch eine siebente Auflage des Tanzfestivals geben wird.

Text: Wolfgang Swietek

Fotos: WEFA Eisfeld

  
 
Dr. Brockhausen zu Gast beim Vorstand der LAG der Werkstätten für behinderte Menschen in Thüringen Drucken E-Mail

Erfurt. Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen in Thüringen, Dr. Paul Brockhausen, folgte kürzlich einer Einladung des Vorstandes der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen des Freistaates zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Der Schwerpunkt der Gesprächsrunde lag vor allem darin, Synergien für die Vertiefung der weiteren Zusammenarbeit herauszuarbeiten, gemeinsame Schnittstellen zu definieren und Wege zur Verbesserung der Kommunikation zwischen dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit und der Landesarbeitsgemeinschaft aufzuzeigen.

Inhaltlich ging es in der Diskussion unter anderem um die Stellung der Werkstätten für behinderte Menschen (kurz WfbM) und ihrer Arbeit vor dem Hintergrund, den durch die UN-Behindertenrechtskonvention vorgegebenen Inklusionsprozesses in der Öffentlichkeit besser zu vermitteln. Dabei betonte Dr. Brockhausen noch einmal die Bedeutung der Werkstätten und äußerte den Wunsch, dass die besonderen Erfahrungen, Projekte, Fähigkeiten und Kooperations­möglichkeiten verstärkt der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten.

Neben der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die sich im Freistaat im Thüringer Aktionsplan widerspiegelt, wurde auch über Änderungen im Thüringer Gesetz zur Gleichstellung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen (ThürGiG) gesprochen. Auch die Reform der Eingliederungshilfe, wo zum Ende des Jahres mit einem Entwurf zur Novellierung des SGB XII zu rechnen sein wird, wurde thematisiert.

Als ein gutes Beispiel des Zusammenwirkens von Menschen mit und ohne Behinderungen stellte Herr Dr. Brockhausen die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Beauftragten der Thüringer Landesregierung für Menschen mit Behinderungen und der Opel Eisenach GmbH vor. Auf diesem Gebiet gibt es noch reichlich Potential und eine Zusammenarbeit mit WfbM – gerade mit Blick auf das Thema Außenarbeitsplätze – sollte hier als Chance verstanden werden.

Beide Seiten waren sich zum Abschluss einig, dass die Gesprächsrunde fruchtbringend war und der gegenseitige Austausch auch zukünftig stattfinden soll.

 

Im Auftrag des Vorstandes der LAG WfbM Thüringen

Stephan Baum

 
4. Oberroder Kunstwerkstatt 2011 Drucken E-Mail

Ein Projekt der Schleusinger Reha-Werkstätten für behinderte Menschen

Unterstützt von der LAG WfbM im Freistaat Thüringen

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Am 22.6.2011 starteten zum vierten Mal Künstler aus den Reihen der Beschäftigten der Thüringer Werkstätten für behinderte Menschen zu einem „Wettstreit bildender Künstler“ im Objekt Oberrod der Schleusinger Reha-Werkstätten.

Insgesamt traten zu diesem Wettbewerb 44 Künstler aus Thüringer Werkstätten an, wobei die Teilnehmer aus Worbis und den Vogtlandwerkstätten den wohl weitesten Anreiseweg hatten. Aber die Thüringer Autobahnen ermöglichen auch für diese Entfernungen eine gute Anreise und so konnten alle Teilnehmer gegen 9 Uhr im großen Künstlerzelt an den Start oder besser an die Palette und die Leinwand gehen.

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Das Thema: „Wir in der Welt“ lies viele Variationen zu und die Künstler ihrer Fantasie freien Lauf. Es ist schon erstaunlich, was an Vielfalt während der knapp 3 Stunden Zeit, die für die Gestaltung eines A3 Acrylbildes auf Leinwand zur Verfügung stand, durch die Künstler umgesetzt wurde. In einer intensiven aber andererseits auch entspannten Atmosphäre entstanden inhalts- und farbenreiche, frohe und nachdenkliche aber insgesamt alles „Top“ – Meisterwerke. Manch einer der Künstler setzte sogar philosophische Inhalte in seinem Bild um.

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Nach Abgabe der Kunstwerke hatte es die professionelle Jury, bestehend aus unabhängigen Kunstsachverständigen, nicht gerade leicht aus dem Gesamtangebot die zehn Besten und daraus nochmals die ersten Fünf Preisträger zu ermitteln. Während die Jury schwitzte, gab es für alle Teilnehmer erst einmal ein gutes Mittagessen und eine Ruhepause, obwohl alle dem Ergebnis entgegen fieberten.

Nach einstündiger Wertung standen die Preisträger fest und in einer Festrunde wurden die Preise feierlich überreicht. Sieger des Jahres 2011 und somit Besitzer des Wanderpokals für ein Jahr wurden diesmal erstmalig die Gastgeber in Oberrod, durch ihre Teilnehmerin Jana Birkefeld mit dem Bild „ Japan“, die in ihrem Bild die aktuelle Situation in Japan durch den Atomunfall verarbeitet hatte.

 

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Weitere Preisträger sind:

B. Mauska aus Worbis- „Reise um die Welt“
Karola Leffler aus Oberrod- „Am Bach“,
Rosi Gögl aus Meiningen- „Wacht auf“ und
Jenifer Wiegand aus Suhl- „Frauenfußball“.

Auch wenn Preisträger benannt wurden, waren jedoch alle Sieger, denn jedes der entstandenen Bilder ist ein eigenes Kunstwerk. Für jeden Teilnehmer gab es eine Teilnehmerurkunde und ein Souvenir von der Kunstwerkstatt.

Beim Abschied freuten sich alle gemeinsam über die guten Ergebnisse und den schönen Tag. Petrus hatte sogar ganztägig für Sonne gesorgt. Viele der Teilnehmer versprachen schon jetzt ihr Kommen für das nächste Jahr.

Bis dahin stehen nun alle Kunstwerke zum Ausleihen für eine Ausstellung zur Verfügung. Interessenten können sich dazu bei den Schleusinger Reha-Werkstätten Herrn Bartholome (Tel. 036878-206 265) oder auch bei der Werkstattleitung (Tel. 036878-206 250, Herrn Holland-Letz) melden. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben.

Text und Bilder: R. Holland-Letz


 
Aktuelles vom 12. Rennsteig Special Cross Drucken E-Mail
Auch in diesem Jahr fand wieder der bundesweit größte Crosslauf für Menschen mit geistiger Behinderung und/oder psychischer Erkrankung statt. Zur 12. Auflage der Laufveranstaltung wurden 409 Läuferinnen und Läufer gemeldet.

Drei Läufer konnten wieder einmal einen besonderen Rekord erzielen. Andreas Nowak und Marco Schutt von der Lebenshilfe Werkstatt Worms und Silke Pößnecker von den Pößnecker Werkstätten haben insgesamt zehn Läufe absolviert und wurden zur Siegerehrung durch den GutsMuths-Rennsteiglaufverein mit jeweils einem eigens für sie angefertigte T-Shirt mit der Aufschrift "10 x dabei" ausgezeichnet.

Kurz nach dem Start des Marathons machten sich alle Läufer auf die 3.7 km lange Strecke und gaben ihr Bestes. Swen Müller-Welt von den Rennsteig Werkstätten Neuhaus, der den Lauf als Vertreter des Athletensprechers von Special Olympics Thüringen mit motivierenden Worten eröffnete, lief anschließend mit einer Zeit von 27: 01 Minuten auf Platz 4 in der 10. Leistungsgruppe seiner Altersklasse. Der letztjährige Gewinner, Christian Thomas von der Diakonie Weimar / Bad Lobenstein, kam auch diesmal als 1. über die Ziellinie und holte sich mit einer Zeit von 14:12 Minuten erneut die Goldmedaille der Herren. Die Goldmedaille der Frauen holte sich dieses Jahr Rebecca Weiss von der Lebenshilfe OAL Kaufbeuren und unterbot mit einer Zeit von 18:30 Minuten noch Ihre Zeit als Zweitplatzierte vom letzten Jahr.

Die Neuhäuser Läufer der Rennsteig Werkstätten haben sich in ihren Leistungsgruppen verbessert und holten sogar 1 Goldmedaille durch Sven Nier aus Neuhaus und 1 Bronzemedaille durch Cindy Werning aus Neuhaus. Dabei erreichte sie mit dem 3. Platz in der ersten Leistungsgruppe eine Top – Platzierung.  Eine weitere Bronzemedaille erkämpfte sich Hubert Müller aus Cursdorf. Hubert Müller ist auch der einzige Sportler der bisher bei allen 12 Rennsteig Special Cross Läufen dabei war und auch mit 51 Jahren noch nicht ans aufhören denkt.  Alle Läufer gaben ihr Bestes und zum Schluss zählte „Dabei sein ist alles“.

Auch in diesem Jahr brachte der Lauf eine besondere Stimmung hervor. Angefeuert von den Zuschauern am Start, frenetischer Jubel beim Zieleinlauf und tosender Beifall bei der Siegerehrung brachte die tolle Atmosphäre zum Ausdruck. Gekrönt wurde die Veranstaltung von der Percussionsgruppe „El Tamburo“, eine Formation der Kreismusikschule Hildburghausen unter Leitung von Thomas Kirchner, welche die Stimmung zum Überlaufen brachte. Die Trommler mischten sich unter die Menge und brachten unter Dirigentschaft der Läufer die Halle zum Toben.

Der Lauf erfolgte auch 2011 in Anlehnung an das Reglement von Special Olympics Deutschland. Das Besondere daran ist der Wettbewerb innerhalb homogener Leistungsgruppen, d. h. jeder Athlet hat die Chance, sich im fairen Wettkampf zu messen und auch zu gewinnen.

Nachdem die 3 bestplatzierten Frauen und Männer eine gesonderte persönliche Ehrung und den Siegerpokal durch den Rennsteiglaufverein erhielten, wurde jeder Teilnehmer für seine Leistung getreu dem Special-Olympics -Eid, "Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!", belohnt und bekam eine Erinnerungsmedaille sowie eine Teilnehmerurkunde.

Ein besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit geht an den GutsMuths-Rennsteiglaufverein als Veranstalter und an die Ausrichter Rennsteiglauf Sportmanagement & Touristik GmbH, die Rennsteig Werkstätten gem. GmbH, Neuhaus/Rwg., den WSV 1907 Neuhaus/Rwg. und Special Olympics Thüringen e.V..

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf…

Auch im Jahr 2012 findet wieder der Rennsteig Special Cross statt. Am 12.Mail 2012 erwartet uns dann zum 13. Mal dieses große Ereignis. Größer, weiter, schneller…

Ziel ist es natürlich die Teilnehmerzahlen zu steigern. Aus diesem Grund sind natürlich wieder alle nationalen und internationalen Sportler und Sportinteressierten ganz herzlich eingeladen und wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

               

 

     

 

 
Positionspapier Drucken E-Mail

Zu Beginn des Jahres 2010 stellte der Vorstand der LAG WfbM Thüringen sein
Positionspapier "Perspektiv - (Wechsel) - Werkstatt für Menschen mit Hilfebedarf
'Kompetenzzentrum für Bildung und Arbeit'" vor. Ziel ist es, auf die Leistungen
und die breite Angebotspalette der Thüringer Werkstättenlandschaft aufmerksam
zu machen, die Bereitschaft zur Weiterentwicklung zu signalisieren sowie einheitliche
Begriffsdefinitionen vorzustellen. Es soll zur Diskussion anregen sowie dem weiteren
Austausch bzw. dem Aufbau von Kooperationen und Netzwerken dienen. Lesen Sie das Positionspapier hier.

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